Die Torpedo-Boy-Nabe der Fichtel & Sachs A.-G.
Datenstand ist 20:56 01.07.2010
Leider sind viele 50er Jahre Kinderräder zum alten Eisen gegeben worden.
Nabenhülsen gab es mit 16 - 36loch.
Die Torpedo Boy Nabe wurde von 1958 - 1971 gefertigt.
Sie galt als verkleinerte Komet, für Belastungen von Kindern bis 12 Jahren.
Die Nabe wurde von Firmen mißbraucht und in Erwachsenen-Rädern verbaut.
Deshalb wurde die Fertigung eingestellt.
Die Sachs Jet wurde von 1971 bis 1990 gefertigt.
Mich wundert das ein wenig.
Mir erscheint die Jet nicht solider als die Boy.
Die Jet hatte die "Lizenz für Erwachsene".
In den 80er war ich genervt wenn ich eine Jet reparieren sollte.
Inzwischen sehe ich das anders und freue mich wenn mal wieder eine eintrifft.
Diese Torpedo Boy ist von 1962 aus der Zeit "Made in Germany".
Schreibschrift-Gravur an der Nabenhülse und nicht so scharf abgedrehte Hülse.
Guter und dicker Chrom!
Eine vereinfachte Boy von 1967.
Das deckt sich ganz klar mit meinen Untersuchungen zum Beginn der Druckbuchstaben-Gravur.
Hier verdeutlicht auch an der Duomatic 102
.
Die frühen BoyAchsen schubbern bei vieler Nutzung an der Lauffläche des Antreibers ab.
Sachs hat die gerillten Achsen eingeführt, die sich später auch an der Auto- und
Duomatic finden. Ich bekomme manchmal Duomatic mit Komet oder Jet-Achsen rein.
Das ist machbar (das Gewinde hat auch FG 9,5) aber nicht so richtig gut!
Der Boy-Antreiber kann 2 Ritzel aufnehmen.
Mit Flügelmuttern ist ein Dreizahn-Ritzel-Unterschied in horizontalen Ausfallenden kompensierbar und schnell umgesetzt.
Ich traue der Nabe einiges zu.
Eine 36loch Boy mit Rücktritt, eine schöne leichte Nabe, da baue ich mir noch was draus.
Mit einem geschüsselten Ritzel läßt sich die Kettenlinie gut anpassen.
Für Rahmen mit großem Abstand der Ausfallenden.
Die Jet-Teile (links) und Boy-Innereien sind nicht kompatibel.