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Umbau eines Holland-Fahrrad-Fragmentes auf "Brot und Butter Gebrauchsrad"

Datenstand ist 12.11.2011

Tipps zum Aufbau des Antriebs.
Vergleich mit einer Gazelle.
Marktwert


Das Rad soll in seiner Erscheinung wenig vom klassischen Hollandrad abweichen.
Gleichzeitig wird es mit deutschen Teilen aus den 50er und 60er Jahren komplettiert.
Das Ziel ist ein gutes Gebrauchsrad, robust und zuverlässig.


Westwood-Felgen 635 x 22 sind dafür eine gute Wahl.
Darauf gehören Reifen 40-635 (nach ETRTO) auch 28 x 1 1/2 genannt.
Ein Wittkop Ledersattel und ein Bosch Lampenset gefallen schon als Einzelteile.

Torpedo Dreigang H3111 lange Achse - Vergleich zur kurzen
Es ist notwendig sich mit der Achslänge der einzusetzenden Nabe zu beschäftigen.
Die H3111 ist gut, günstig und verfügbar.


Bei horizontalen Ausfallenden hinten offen sind Kettenspanner zu nutzen.
Der ist hier zwischen Nabe und Rahmen zu erkennen.
Die Drehmoment-Begrenzungsscheiben verhindern das Verdrehen der Achse wenn das Getriebe arbeitet.


Schutzblechstrebe aufgesetzt...


... und mit dem Gepäckträger zusammen ist kein Weiterkommen möglich.

Westwood Felge H3111 lange Achse
Eine H3111 mit langer Achse ist bei abgeschraubten Muttern gut zu erkennen.
Die bietet Platz für eine weitere Unterlegscheibe und die Kettenleitmutter.

Thompson Tretlager mit Keilbefestigung
Ein weiters Herzstück des Antriebs, das Tretlager.
Dieses Thompson mit einer Welle für Keilbefestigungen ist verschlissen.
Das ist schon äußerlich zu sehen.

Thompson Tretlager mit Vierkant-Befestigung
Es wird ersetzt durch ein Thompson mit Vierkant-Aufnahme für die Kurbeln.


Zum Einsatz kommt eine Kurbelgarnitur Lagerware Stahl verchromt.
Ich würde beim Tretlager eigentlich keine Kompromisse machen.
Ein einstellbares Lager ist haltbar und erschwinglich.

Das Foto verdeutlicht die eigene Form. Die Haltung ist sehr aufrecht,
teilweise ist der Oberkörper während der Fahrt schon leicht nach hinten geneigt.
Hollandräder sind schwer, die Stahlfelgen sind auch erst mal in Schwung zu bringen.
Sie zeichnen sich durch einen ruhigen Geradeauslauf und eher gemächliches Fahren aus.
Bei einer guten, dem Menschen angepassten Ritzelwahl werden die Räder schnell.


Ich baue ein Rad gerne bis zur ersten Probefahrt auf.
Dann weiß ich ob das Herzstück Antrieb ok ist.
Die Anbauteile folgen dann nach ein paar Fahrten.
Für die Testfahrten stört mich der moderne Strahler nicht...





Der Vergleich zur Gazelle
Kosten und Marktwert


Im Hintergrung ein Gazelle, 1wahl bei Hollandrad-Kauf


Das Gazelle hinten weist einen noch weiter geneigten Steuerkopf auf.


Die geschlossenen Kettenkästen sind schonend für den Antrieb, gut für die Kleider...
...schwierig in der Montage und irre-machend beim Platten.
Ich bevorzuge kleine Kettenschützer, aber nicht aus Plastik.

Die H3111-Ansteuerung bei geschlossenem Kettenkasten benötigt einen Gegenhalter an der Achse.
Da der Zug komplett um den Kettenschutz herum gelegt wird.
Das erübrigt die Umlenkrolle und Gegenhalter am Rahmen.



Ein "echtes" Hollandrad ist an deutlichen Markenzeichen zu erkennen.
Es gibt Abzocker-Räder, da steht "made in nederland" auf dem Kettenkasten. Der kommt dann auch da her...
Ein unüberarbeitetes Hollandrad ist weit unter 100,00 Euro zu erwerben. Über Lokalblätter etc.
Aufgearbeitete Gazelle kosten schnell beim Händler 350,00 Euro, Trommelbrems-Räder auch mehr.
Das umgebaute Old Veteran ist nach Wunsch hergerichtet worden.
Es gibt inzwischen Supermarkt-Replikas für 250,00 Euro.
Die kommen lange nicht an gebrauchte Fiets ran.
Gute Marken sind auch Batavus und Flying Dutchman.


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