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Phaenomen Hinterradschwinge 1942, Rückbau einer "schnellen Herrichtung", erste Bestandsaufnahme.

Datenstand ist 06.07.2011

Die Bilder verdeutlichen meine Arbeit. Kopieren ist ausdrücklich nicht erlaubt!


Ein Teilespender wird oftmals ungewollt
zum zweiten Objekt der Instandsetzung...


teilespender-phaenomen-hamburg
Phänomen-Fahrräder kommen aus Zittau.
1946 bis 1958 gab es auch ein Werk in Hamburg.
Obiges Rad hat auf dem Steuerkopfschild "Gustav Hiller AG Hamburg" stehen.



Die Instandsetzung meines Schwingerades (unten) ruht seit einiger Zeit.
Bisher konte ich mich damit rausreden noch keinen "Teilespender" gefunden zu haben.
Das "Vergleichsrad" welches ich mir damals in ebay kaufte, das mag ich nicht zerlegen.
Mit dem geschweißten Rahmen könnte ich zwar schön ein "Anschauungsobjekt" aufarbeiten,
getreu nach dem Motto was so alles möglich ist, aber den Gedanken verwerfe ich hier und jetzt.


Verwertet werden von diesem Rad:

die Felgenringe
die Gabel
die Union Vordernabe
die F+S BJ52 Torpedo Freilauf
die Stempelbremse
die Griffe
der Schutzblechreiter
das Steurerkopfschild (ich schlage die Nieten von innen mit einem Rohr ab)
und das wertvolle Glockenlager
zu guter letzt, der Kettenschutz



Ich gebe dieser schönen Hansestadt-Studenten-Leetze den Gnadenschuss, ohne irgendeine Reue.
Wer noch etwas zu sagen hat soll sich jetzt und bei mir melden,
oder für immer schweigen.






Die Bestandsaufnahme Schwingerad.


Die linke Kurbel (Fahrtrichtung) ist verbogen. Das mach mir keine Sorgen.
Da das Federelement nach dem Torsionsprinzip funktioniert ist eine Masseleitung notwendig. (wer hat die Lichtanlage?)
In einer Buchse steckt ein Gummiblock, darin eine weitere Buchse.
Die beiden Hinterradstreben sind an der inneren Buchse befestigt.
Das Prinzip wird bei folgenden Bildern verdeutlicht...



Glockenlager erfordern schweres Werkzeug, der Lederlappen schützt die Kurbel bedingt.
Mit einem Fäustel wird vehement gegen den Meißel geschlagen.



Die Kontermutter des Tretlagerkonuses sitzt weit innen, da hilft ein Steckschlüssel.



Alle äußerlich sichtbaren Teile der Kurbelgarnitur wurden schwarz getüncht.
Das macht mir keine Sorgen, bekomme ich weg.



Genial, das Tretlager ist im federnden Teil mit montiert.



Die obere Muffe ist gerissen.
Ich habe schon mal ein Schwingerad Damenversion gesehen, gleichartig gerissen.
Der Übergang von der Tretlagerhülse zum Sattelrohr sieht sehr verdächtig aus!






Das vordere Schutzblech + die Pedale sind zu neu.
Die Silberbronze von Lenker + Stempelbremse zu bekommen ist kein Problem.
Das Steuerkopfschild war mit Schrauben befestigt, sehr schön.
Die Gabel ist top erhalten.



Der Sattel ist ein VEB Möve-Werke-Produkt + gehört nicht an dieses Rad.



Die Naben sind schwarz überlackiert. Das ist kein Problem geht ruckzuck ab.
Die Speichen sind schon schwerer zu befreien.








Phänomen Damenrad von 1939 als Unterstützung zur Instandsetzung eines Hinterradschwinge-Rades.


Rahmennummer und Torpedo Freilauf meines gekauften Vergleichsrades deuten auf 1939 hin.
Das ist hilfreich aber nicht 100% zuverlässig.



Ich habe schon unterschiedlich große Schutzblechreiter gesehen.
Nun läßt sich das gut eingrenzen.









Die Felgen sind ausgesprochen schön marmoriert.
Ob das auch beim Hinterradschwinge so war weiß ich noch nicht.



Das Linke (Vergleichs-Rad) ist eigentlich selten komplett.
Da wartet also eine weitere Instandsetzung...
Die Erscheinung des Schwingerades rechts weicht ab, aber ich habe Hoffnung!


Ab hier folgt der Aufbau des Phänomen-Schwingerades.


Da gibts nicht mehr viel zu sagen.
Das war der dickste Brocken!



Die Wasserabziehbilder sind eingetroffen, überzeugend + werden mich beschäftigen.
Das ist Neuland für mich, mein Stil sind eher die abgeschubberten Teile.
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Der übergestrichene Lack hat sich gegen meine Erwartungen nicht entfernen lassen.
Der Rahmen scheint vor dem übermalen angeschliffen worden zu sein.
Ich bin sonst kein Freund davon Fahrrädern die Lackierung zu nehmen.
Ich bessere lieber aus durch Tünchen.
Der Lack ist von mir abgebeizt worden + die Muffe per Flex verschliffen.
Die Schweißung an der Tretlagerhülse werde ich nicht verschleifen, zugunsten der Haltbarkeit.
Die Schweßnaht ist durch das montierte Kettenblatt später kaum zu erkennen.

Die nächsten Schritte:
Der Lack an den anderen Bauteilen wird auch entfernt.
Der Rahmen wird mit Kriechöl von innen gegen Rost konserviert.
Die Lackierung wird im Handverfahren erfolgen mit der Tendenz "altes Aussehen".
...eine Forsetzung folgt sicher.
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