Eine Seite von www.scheunenfun.de
.
Die Funktionsbeschreibung der Pentasport Zweizug H5111
Datenstand ist 23.08.2011
1. Großer Schnellgang (Schalter steht auf -5-)
Durch den aufgesteckten Zahnkranz 1 wird über den Antreiber 2 das verschiebbare Kupplungsrad 3 angetrieben.
Auf der linken Verzahnung des Kupplungsrades ist eine sternförmige Mitnehmerscheibe 4 befestigt,
die in die Aussparungen auf der Stirnseite des Planetenträgers 5 eingreift und diesen mitnimmt.
Die drei Doppel-Planetenräder 6, welche in die beiden Sonnenräder 7 und 8 eingreifen,
stützen sich dabei in dem über das Zugstängchen 9 nach links geschobenen, und so mit der Achsverzahnung 10
gekuppelten Sonnenrad 7 ab und treiben dabei das Hohlrad 11 mit erhöhter Geschwindigkeit (50%) an.
Die Sperrklinken 12 auf dem Hohlrad greifen in die Verzahnung 13 der Nabenhülse 14 ein
und übertragen so die Antriebskraft auf das Hinterrad.
Auf dem Bremskonus 16, der über ein Flachgewinde mit dem Plantenträger 5 verbunden ist,
befindet sich ein weiteres Klinkengesperre 15 für die beiden Berggänge.
Dieses Klinkengesperre wird durch die schneller umlaufende Nabenhülse überholt.
2. Kleiner Schnellgang (Schalter steht auf -4-)
Durch den Schalter wird durch Lösen der Seilspannung für das linke Zugstängchen 9 ein Umkuppeln der beiden Sonnenräder bewirkt.
Durch die Feder 17 wird dabei das Sonnenrad 8 nach rechts geschoben und so mit der Achsverzahnung 10 gekuppelt.
Die axiale Position des Kupplungsrades 3 bleibt unverändert.
Der Antrieb erfolgt nun vom Zahnkranz über Antreiber 2, Kupplungsrad 3 und Mitnehmerscheibe 4 auf den Palnetenradträger 5.
Die 3 Doppel-Planetenräder 6 stützen sich nun in dem Sonnenrad 8 ab und treiben dabei das Hohlrad 11 mit erhöhter Geschwindigkeit (29%) an.
Durch die Sperrklinken 12 auf dem Hohlrad wird die Antriebskraft über die Nabenhülse 14 auf das Hinterrad übertragen.
3. Normalgang (Schalter steht auf -3-)
Über das Zugstängchen 18 und den Schubklotz 19 wird das Kupplungsrad 3 soweit nach rechts verschoben,
bis die linke Verzahnung des Kupplungsrades 3 in die entsprechende Kupplungsverzahnung des Hohlrades 11 eingreift.
Der Antrieb erfolgt nun direkt vom Zahnkranz über Antreiber, Kupplungsrad, Hohlrad und Sperrklinke 12
auf die Nabenhülse 14 und schließlich auf das Hinterrad.
4. Kleiner Berggang (Schalter steht auf -2-)
Über das Zugstängchen 18, Schubklotz 19 und Kupplungsrad 3 wird das Hohlrad 11 nach rechts verschoben,
und so die Sperrklinke 12 aus der Verzahnung 13 ausgekuppelt.
Nun erfolgt der Antrieb vom Zahnkranz über Antreiber, Kupplungsrad, Hohlrad auf die 3 Doppelplanetenräder 6.
Diese stützen sich in dem mit der Achsverzahnung 10 gekuppelten Sonnenrad 8 ab
und treiben so den Planetenradträger 5 mit verminderter Geschwindigkeit (22%) an.
Über den Bremskonus 16, der über ein Gewinde mit dem Planetenradträger verbunden ist,
wird das Hnterrad so mit verminderter Geschwindigkeit über die Sperrklinken 15 und Nabenhülse 14 angetrieben.
5. Großer Berggang (Schalter steht auf -1-)
Über das linke Zugstängchen 9 und den Schubklotz wird das große Sonnenrad 7 nach links verschoben und so mit der Achsverzahnung 10 gekuppelt.
Der Antieb erfolgt nun wieder vom Zahnkranz über Antreiber, Kupplungsrad, Hohlrad auf die 3 Doppel-Planetenräder 6.
Diese stützen sich jetzt im großen Sonnenrad 7 ab und treiben den Planetenradträger mit reduzierter Geschwindigkeit (33%) an.
Über den Bremskonus 16 die Sperrklinken 15 und die Nabenhülse 14 erfolgt der Antrieb schließlich auf das Hinterrad.
6. Bremsstellung
Beim Rückwärtstreten wir der Bremskonus 16 über das Flachgewinde des Plantenradträgers 5 in den Konus
des zweiteiligen Bremsmantels 21 gedrückt und schiebt diesen auf die konische Fläche des Heblkonus 22.
Die beiden Hälften des Bremsmantels werden so auseinandergespreizt, pressen sich gegen den Bremszylinder
der Nabenhülse 14 und bremsen diese ab.
Das Bremsmoment wird über den feststehenden Heblkonus und den Bremshebel 23 auf den Rahmen übertragen.
Der Bremsverlauf erfolgt in den beiden Schnellgängen direkt vom Antreiber 2 über Kupplungsrad 3,
Mitnehmerscheibe 4 und Planetenradträger 5 auf den Bremskonus 16.
Wird die Bremse im Normalgang oder einem der beiden Berggänge betätigt, übertragt sich die Bremskraft
vom Antreiber 2 über Kupplungsrad 3 und Hohlrad 11 auf die 3 Doppel-Planetenräder 6.
Diese stützen sich je nach eingelegtem Gang auf einem der beiden Sonnenräder 7, 8 ab und leiten die Bremskraft
über den Planetenträger 5 zum Bremskonus 16.
Bei diesem Kraftverlauf wirkt sich die Übersetzung des Planetengetriebes aus und bewirkt eine Steigerung der Bremskraft.
7. Freilauf
Hört man auf zu treten, dreht sich die Nabenhülse frei auf den beiden äußeren Kugellagern.
Die Sperrklinkenpaare 12, 15 werden von den Hülsverzahnungen überholt und erzeugen dabei ein gleichmäßig tickendes Geräusch.
Entnommen aus:
F&S AG
06.11.86 ANEK St/K
Wer dieser Abhandlung folgte hat echte Chancen sich der Funktion einer Schaltungsnabe zu nähern.
Ergänzungen:
Die Funktionsweise der Sachs-Dreigangnaben Mod515
und H3111
erfolgt nach obigem Prinzip (siehe 2. - 4.).
Die Funktionsweise der Super7 wird durch 3 Dreifach-Planetenräder um je einen Schnell- und Berggang erweitert.
Die Berggänge kommen zum Einsatz sobald die Sperrklinken des Hohlrades "außer Eingriff gezogen" werden.
Bei der Mod55 ist das anders, bei der werden wie bei Sturmey-Archer
(durch eine Kupplung
)
"die Sperrklinken außer Eingriff gedrückt".
Diese Begrifflichkeiten habe ich von meinem guten Nabenkumpel Doc7speed übernommen.
Mehr zur Funktionsbeschreibung finden Sie bei "Technische Infos" auf der Seite All-about-hubs.com
.
Erneuerung:
Die Bremskraftverstärkung in den Berggängen ist bei der SRAM T3 automatisiert.
Dadurch wird das Schaltkettchen rausgedrückt, was teilweise als ein Defekt gedeutet wird.
Abschweifung:
Wer eine Schaltungsnabe auf eine "Fixed-Gear" umbauen möchte entscheidet sich für die Übersetzung ins Schnelle oder Langsame.